Legoyourego Blog

Meine 2 Pfennig zum Fall Gina Lisa

Posted in Aufreger des Tages by legoyourego on 7. Juni 2016

Unabhängig davon, ob zuvor eine Vergewaltigung stattgefunden hat oder nicht, denn das hat ein Gericht zu entscheiden, wurde es spätestens in dem Moment dazu, als die Täter eine Video-Dokumentation dieses Abends ins Netz stellten. Denn dies ist beteits in höchstem Maße übergriffig. Auch wenn Gina Lisa Lohfink sich in der Vergangenheit bereits in expliziten und freizügigen Bildern und Videos gezeigt hat, diese hat sie nicht authorisiert. Sexueller Missbrauch misst sich nicht nur am Grad der körperlicher Gewalt oder wie sehr sich das Opfer gewehrt haben mag. Es geht auch, und das ist für die meisten Betroffenen sogar gravierender, um Demütigung, Machtlosigkeit und die Verletzung der freien Selbstbestimmung. Und ich werde mir auf keinen Fall, auch nicht um mir selbst ein Bild davon zu machen, eines dieser Videos ansehen. Ich habe nicht das Recht dazu, weder aus Voyeurismus noch zu „Recherchezwecken“, mich zu einem dieser Hobby-Staatsanwälte und Richter zu machen, die aufgrund eines Videos (das unbestritten nicht im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte entstanden ist) entscheiden wollen, ob Gina Lisa freiwilig mitgemacht hat, oder nicht. Denn damit mache ich mich schuldig und zum Erfüllungsgehilfen dieser miesen Kreaturen. Ganz egal wie prominent jemand ist, Persönlichkeitsrechte sind unveräußerlich, ebenso wie die Menschenwürde.

Lesenswert: https://shehadistan.com/2016/06/06/gina-lisa-lohfink/

 

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Der Verhütungsmacho

Posted in Allgemein, Aufreger des Tages, Leben by legoyourego on 16. Januar 2013

Es gibt Werbespots, die unterhalten, es gibt welche, die vor Belanglosigkeit stinken und es gibt welche, die einen vor Wut aus der Hose springen lassen. Oder, wie in meinem Fall, dazu anregen, einen angepissten Brief zu verfassen. Vorab, es geht um diesen Fernsehspot der Firma Persona, der einen Verhütungsmonitor bewirbt.

Falls das Einbetten nicht funktioniert: http://youtu.be/5dtXXEAOSjQ

In dem Spot wird ein Paar gezeigt, das die Funktionsweise des Gerätes beschreibt. Bis letzte Woche erklärte der männliche Protagonist noch großspurig, dass er an ihren fruchtbaren Tagen angeln ginge. Ob ich mit meinem Brief maßgeblich daran beteiligt war, dass diese Passage seit ein paar Tagen ersatzlos gestrichen wurde, oder ob die Marketingabteilung sich durch die Empörungsbeiträge in diversen Frauenforen geklickt hat, möchte ich nicht beurteilen. Aber ich empfinde eine Spur Genugtuung. Und die Gratispackung Teststäbchen von Persona habe ich dankend angenommen.:)

Aber lest selbst:

Datum: 7. November 2012 21:10:41 MEZ
An: „info@meinpersona.de“
Betreff: Ihr TV-Spot

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit ca 5 Jahren zufriedene Verwenderin ihres Verhütungscomputers. Daher hat mich ihr neuer TV-Spot doch sehr befremdet. Zwar finde ich es durchaus positiv, dass der Spot das Thema Verhütung (anstelle von Babywunsch) in den Vordergrund hebt, allerdings ist die Message dahinter ziemlich machohaft. Dass der Mann in dem Werbefilm ganz selbstverständlich angeln geht, wenn Persona auf rot steht, ist absolut egoistisch und inakzeptabel. Jeder, der sich mit Persona auskennt, weiß dass „rot“ bedeutet, dass der Eisprung in unmittelbarer Nähe liegt. Und wer sich ein wenig mit Frauen auskennt, sollte wissen, dass dies auch in der Regel mit einer exponentiellen Steigerung ihrer Libido einhergeht. Dass die Frau in dem Spot also fröhlich auf das Angelvorhaben ihres Mannes reagiert, kann hoffentlich nur bedeuten, dass sie insgeheim schon an das Stelldichein mit ihrem Lover denkt, der im Gegensatz zu ihrem Angetrauten kein Problem mit der Verwendung von Kondomen hat. Da die Benutzung von Persona schon immer Hand in Hand mit mechanischen Verhütungsmethoden ging, habe ich auch absolut kein Verständnis für die Ignoranz gegenüber Kondomen, die ihre Firma in dem Spot transportiert.
Über eine Stellungnahme zu meinen Anmerkungen würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
xxx

Hier die sehr angenehme Antwort:

Thu, 29. Nov 2012 14:45:46
Sehr geehrte Frau xxx,
 
Vielen Dank für Ihre Anschrift bezüglich unserer TV Werbung für den neuen Persona Verhütungsmonitor und wir bedanken uns auch für Ihre Produkttreue der letzten 5 Jahre.
Wir bedauern, daß die Werbung Sie befremdet hat, dies war natürlich nicht unser Vorhaben.
Als Teil des Entwicklungprozesses wurde die Werbung an potentiellen Anwenderinnen in Deutschland und Spanien getestet, um sie aufgrund deren Reaktion dementsprechend zu verbessern. Wir verstehen natürlich, daß diese Testmethode nicht vollkommen erschöpfend ist, aber sie wurde so konzipiert um uns fragliche Bereiche zu verdeutlichen. Es tut uns leid, daß Sie den Unterton der Werbung als unnötig „macho“ empfunden haben.
Die Verwendung von Kondomen betreffend sind wir uns im Klaren, daß viele Paare sich eventuell dafür entscheiden Kondome an roten Tagen zu verwenden. Die angegebene Zuverlässigkeit von 94% wurde in einer Untersuchung, die ausschliesslich auf Abstinenz an roten Tagen basiert, erwiesen und dies empfehlen wir.
Wir bedanken uns nochmals, daß Sie sich die Zeit genommen haben uns zu schreiben, denn wir nehmen all unser Kunden Feedback ernst und reflektieren dementsprechend regelmässig.
Wir hoffen, daß Sie weiterhin mit unserem Produkt zufrieden sind. Wenn Sie uns Ihre Anschrift mitteilen, schicken wir Ihnen gerne eine Packung Persona Teststäbchen also „Danke schön“.
 
Mit freundlichen Grüßen,
 
PERSONA Beratungsservice
SPD Development Company Limited, Bedford, UK.

Auch wenn die Testpersonen in Deutschland und Spanien offenbar päpstlicher als der Papst waren, nehme ich solch eine nette Entschuldigung gerne und dankend an.

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Schluss mit Killerkrankenhausserien – war Greys Anatomy schuld?

Posted in Aufreger des Tages, Politik by legoyourego on 20. September 2010

Hatte die Amokläuferin von Lörrach vorletzte Woche das Staffelfinale von Greys Anatomy gesehen, als sie sich dazu entschied, das Standardprozedere eines bundesdeutschen Durchschnittsamoklaufes zu erweitern und ihrem Leben durch „suicide by cop“ in einem Krankenhaus ein Ende zu setzen?
Da kann der Stern mich gerne in die Schublade der pietätlosen Internetpublizisten schieben. Wenn sich ahnungslose Politiker wie Wolfgang Bosbach nicht entblöden Paintball- und Killerspieler als potenzielle Amokläufer zu verdächtigen, dann müssen sie auch (leider auf Kosten der Opfer) mit der Häme der Twitterer zurechtkommen, wenn die satirisch das Verbot von Rechtsanwältinnen und Krankenhausserien fordern.

Self-Pity in the City

Posted in Aufreger des Tages, Filme by legoyourego on 31. Mai 2010

Unfassbar, dass es einem Film gelingen kann, einen derartigen Ärger über ein Frauenbild bei mir auszulösen, das – mich ausgeschlossen – Millionen von Damen in Verzückung geraten lässt. Aber es ist ihm gelungen. Erinnert durch den Kinostart des 2. „Sex and the City“ Films, habe ich mich heute dazu hinreißen lassen, die Cellophanhülle der DVD von „SATC“ – der Tragödie erster Teil aufzureißen, die ich schon vor Monaten als Bonus für gesammelte Tankquittungen bei Aral bekommen hatte.
Während ich die Serie stellenweise ganz amüsant fand, kam mir beim Ansehen des Films schlagartig wieder ins Bewusstsein, warum ich irgendwann nicht mehr bereit gewesen war, an die vier Grazien aus NYC noch einen Gedanken zu verschwenden. Nämlich nach der Folge, in der Carrie Bradshaw einen ihr versehentlich entwichenen Mini-Furz zu einem Orkan niemals enden sollender Schmach aufblies. Und nichts weiter als ein aufgeblasener Furz ist eben jener erste Sex and the City Film.
Ich erspare mir detaillierte Inhaltsangaben sowie die Bewertung schauspielerischen Könnens und widme mich hier lieber ausgiebig meiner Sicht auf die darin enthaltenen Charaktere.
Während die alternde Nymphomanin Samantha und auch Charlotte, das Abziehbild einer verspießten Vorzeige-Mommy, in ihren Rollen noch annähernd authentisch daherstöckelten, sorgten sowohl Carrie als auch Miranda dafür, dass ich ein ums andere Mal mein Abendessen wieder hochwürgen wollte. Doch fasziniert wie von einem über die Maßen ekelhaften Horrorfilm, konnte ich auch hier nicht einfach ausschalten.

Beginnen möchte ich, ebenso wie der Film, mit der offensichtlich schamlos überbezahlten Beziehungskolumnistin Carrie Bradshaw. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich bin keineswegs eine von den Frauen, die Mode für die größte Nebensächlichkeit der Welt halten. Im Gegenteil, wenn etwas wirklich schön ist, insbesondere Schuhe und Stiefel, dann drücke auch ich angesichts des Preisetikettes gerne mal zwei Augen zu. Aber wenn man so offensichtlich den Jackpott geknackt hat wie das Fräulein Bradshaw, dann ist es mir unerklärlich, wie man eine Sache so übel verkacken und das Script sich trotzdem des Mitleides unzähliger Kinobesucherinnen in aller Welt gewiss sein kann. Ungeachtet dessen, was ihr Mr. Big in der Serien-Vergangenheit verbrochen haben mag, hatte er sich doch zu Anfang des Filmes zu einer in jeder Hinsicht guten Partie gemausert. Stinkreich, schnieke und voll unerschütterlicher Liebe zu ihr, baut er Carrie nicht nur einen Schuhschrank in der Größe meiner 2-Zimmer-Wohnung, sondern lässt sich auch ihrem Sicherheitsbedürfnis zuliebe dazu hinreißen der verwöhnten NewYorkerin ein Eheversprechen zu geben. Dass der Mann nach zwei gescheiterten Ehen und angesichts einer Vogue-Titelblatt-Hochzeit mit Vivienne Westwood Sissy-Kleid und 200 Gästen in der mit Deckenfresken bemalten Stadtbibliothek für 2 Minuten kalte Füße bekommt, veranlasst die schrille Stilikone das Weite zu suchen. Gut, sein Timing war denkbar schlecht, aber dass er danach allen ernstes fast 10 Monate ohne jeden Kontakt darauf wartet, dass seine Angebetete aus dem Jammertal voll Vorwürfen und Selbstmitleid zurückkehrt, ist schon fast widerlich.
In diesen 10 Monaten vertreibt sich Carrie die Zeit mit ihren Freundinnen und der Gesellschaft einer (quoten-)schwarzen „Sklavin“, die sich als „Personal Assistant“ getarnt, um die Befindlichkeiten ihrer Herrin kümmert und dafür mit einer schönen bunten Louis Vuitton Tasche belohnt wird. Der zweisekündige Auftritt von drei potthässlichen Pelztiergegnerinnen, während eines Besuches der Fashion Week, unterstreicht das Anti-Image der vier White-Upperclass-Ladys zusätzlich auf entlarvende Weise.
In der Nebenhandlung beweist auch die rothaarige Miranda ihre Zickenattitüden, als sie ihren eigentlich perfekten Ehemann einen (für meine Begriffe) verzeihlichen Fehltritt ebenfalls monatelang abbüßen lässt. Natürlich sind am Ende alle glücklich. Aber obwohl ich eine Hollywood-Happy-End verwöhnte Filmkonsumentin bin, bleibt bei diesem Film mehr als ein fader Beigeschmack. Und dabei sollte man mir keinesfalls Neid auf vorgezeigten Lifestyle unterstellen. Vielleicht ist es das Mitleid. Für die Männer, die bei diesem Streifen auf ganzer Linie die Arschkarte gezogen haben.

Mit Lebensmitteln spielt man nicht!

Posted in Aufreger des Tages, Leben by legoyourego on 24. März 2010

Derlei elterliche Ermahnungen schossen mir durch den Kopf, als ich gestern aus der Warteschlange bei KFC heraus beobachten musste, wie eine 5-köpfige Gruppe von rastabelockten, schwarzen Kindern im Alter zwischen 3 und 10 Jahren die Softdrink-Refill-Theke zweckentfremdete, indem sie in ein und denselben Becher sämtliche verfügbaren Getränke (Limo, Cola, Apfelschorle, Wasser, Eistee) füllten und das ganze mit je 5 Süßstofftabletten garnierten. Statt den absurden Cocktail zu probieren, machten sie das ganze fünf Mal, um dann nach einem gemeinschaftlichen Anstoßen und Nippen auf der Außenfläche des Hühnchentempels, ihre Becher vor den Augen ihrer völlig teilnahmslosen Eltern auf den Tartanboden des Kinderspielturmes zu ergießen. Obwohl ich mich sonst immer berufen fühle, derart verzogene Blagen mit einer Lebensweisheit zu ermahnen, blieb mir der Klassiker unter den Mama-Lebensmittel-Sprüchen dann doch im Halse stecken: „Die armen Kinder aus Afrika wären froh, wenn…“

cocktailbar

Beschissen – sanifair kostet jetzt 70 cent

Posted in Allgemein, Aufreger des Tages by legoyourego on 2. Februar 2010

Mein erster Gedanke, als ich die Preiserhöhung an den bekannten Autobahnraststätten-Toiletten sah, war „Na toll, jetzt muss ich jedes Mal 20 cent mehr raussuchen, aber naja, man bekommts ja wieder.“ Weit gefehlt. Wer das sanifair-System kennt, weiß, dass es dort bislang möglich war, für 50 cent auf ungewöhnlich sauberen Toiletten sein Geschäft zu verrichten und anschließend den dort erhaltenen Wertbon, an den teilnehmenden Raststätten wieder einzulösen. War zwar lästig, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran. Wenn man wie ich im Außendienst unterwegs ist, kann man durchaus mal 10 Wertbons sammeln und sie bei Gelegenheit gegen Ware eintauschen. Jetzt sieht die Sache aber anders aus. Man zahlt zwar jetzt 70 cent, bekommt aber nach wie vor nur den 50 cent Wertbon. Um die Sache zu rechtfertigen bzw. zu „kommunizieren“, hat sich das Toilettenunternehmen nicht lumpen lassen und in den vergangenen Tagen Promoter vor die Aborte gestellt, die den Kunden die schlechte Laune zu nehmen versuchen.
„… weiterhin höchste Hygienestandards sichern…blabla … hat sich nicht gerechnet … bla“ Ich bin ja normalerweise ein geduldiger Mensch. Aber da ist mir dann doch der Kragen geplatzt. Ich bin immer gerne bereit, für die Toilettennutzung zu zahlen, aber wenn ich irgendwo essen gehe oder in dem Fall vielleicht tanke oder etwas zu trinken kaufe, dann möchte ich selbst entscheiden, ob und wieviel ich bereit bin dafür auszugeben. Und wenn ich höre, dass sich das System nicht gerechnet haben soll, dann möchte ich gerne mal die Bilanzen sehen. Ich würde schätzen, dass gut die Hälfte aller sanifair Kunden, den Wertbon gar nicht einlöst, sei es dass sie aus dem Ausland kommen und das gar nicht wissen oder es einfach zu lästig ist, die Bons aufzubewahren. Zudem bleibt das ganze immer noch ein Service, für den die Raststätten, die ja schließlich durch die Wertbons oft zusätzliche Verkäufe verbuchen können, sicher auch noch einen gewissen Obolus beitragen. Wenn mir also jemand erzählen will, dass die Firma nach 7 Jahren entdeckt, dass sich das „ganze nicht rechnet“, dann fühl ich mich schlichtweg verscheißert. Ich verkneif´s mir in Zukunft.
Ob das ganze rechtlich so einwandfrei ist, bleibt ebenfalls abzuwarten. Schließlich handelt es sich um Gaststättengewerbe und wer Sitzplätze zum Essen anbietet, muss auch Toiletten zur Verfügung stellen.

Das hier passt irgendwie zum Thema:

ruthe.de

Quelle: ruthe.de

Aufreger des Tages

Posted in Aufreger des Tages by legoyourego on 7. Oktober 2009

Was ich wirklich zum Kotzen finde, sind Stadt-Schnallen, die vermutlich auf irgendwelchen Partys proseccoschlürfend verkünden, dass sie ja niemals damit leben könnten, BM statt K auf dem Nummernschild stehen zu haben, dann aber auf einer Landstraße mit einer gefühlten Spurbreite von 20 Metern zu dämlich sind einen Traktor zu überholen, der sogar noch auf dem Standstreifen fährt und durch rechts blinken signalisiert, dass er überholt werden kann. Spätestens als sie in den dritten Kreisverkehr einfuhr und dabei links geblinkt hat, weil sie zwar gerade aus wieder ausfahren wollte, aber schließlich links rum im Kreis gefahren ist, hatte ich (ob der enttäuschten Erwartung die Tussi endlich los zu sein) das Bedürfnis ihr Gewalt anzutun. Das ist der Grund dafür, dass man uns BM-Kennzeichen-Fahrern den Spitznamen „Bereifte Mörder“ gegeben hat. Zu unser beider Glück konnte ich sie dann aber überholen.
Ich kann schließlich auch in deren Gebiet souverän autofahren, darf ich das nicht umgekehrt auch erwarten?