Legoyourego Blog

The Eierbecher formerly known as eiPott

Posted in Allgemein by legoyourego on 23. August 2010

Man wundert sich ja kaum noch über Urteile im deutschen Markenrecht. Dennoch muss man immer wieder schmunzeln, wenn man die Begründungen für derlei Gerichtsurteile liest.

In einem Gerichtsverfahren gelang es dem amerikanischen Unternehmen Apple im dritten Anlauf die deutsche Firma koziol dazu zu bewegen, einen Eierbecher, der unter dem Namen „eiPott“ vertrieben wurde umzubenennen. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass man den Eierbecher eventuell mit Apples iPod verwechseln könnte.

Das wage ich jedoch sehr zu bezweifeln. Dass man der potenziellen Apple-Kundschaft heutzutage immer öfter unterstellt dem Slogan „function follows form“ verfallen zu sein, ist ja durchaus nachvollziehbar, aber dass man sie so dumm hinstellen will, ist beinahe eine Frechheit.

Verwechslungsgefahr ist groß!

Verwechslungsgefahr ist groß! Bild: koziol-shop

„Weiter schreibt man in der Pressemitteilung (Anm: von koziol), dass sich das Namensverbot tatsächlich nur auf den Eierbecher der Firma erstreckt. Laut Gericht könnte man jedes andere Produkt von koziol unter dem Namen eiPott vertreiben, nur eben keinen Eierbecher.“

Quelle: Gullinews

Das wäre doch für den Vertrieb des Eierbechers super. Die verkaufen einfach die Toilettenbürste Toq als eiPott und verlinken unten mit Bild auf den Eierbecher. Oder sie nennen es „The Eierbecher formerly known as eiPott“.

Die Klobürste Toq könnte auch ohne weiteres eyePott genannt werden. Bild: koziol-shop

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Straßenkinderprojekt in Rio – Kunst für neue Hoffnung

Posted in Allgemein by legoyourego on 20. August 2010

Dieser Flix Comic hat mich neugierig gemacht:

Der Flix in Rio

Das Projekt Morrinho ist ein soziales und kulturelles Straßenkunst-Projekt im Umfeld der Favela „Pereira da Silva“ in Rio de Janeiro. Ziel ist es, einen positiven Wandel für die Gemeinschaft in dem Armenviertel zu erwirken und die allgemeine Sichtweise auf die Favellas etwas aufzuweichen. Der vorherrschende Glaube, dass das Leben in den Vierteln ausschließlich von Drogenkriminalität und Gewalt bestimmt ist, soll dabei nicht nur in Brasilien sondern auch weltweit in bessere Akzeptanz und Verständnis umgewandelt werden.
Das Morrinho Gelände umfasst ein 350 Quadratmeter großes Areal, auf dem die Jugendlichen aus Backsteinen und recyceltem Material ein ziemlich genaues Model ihrer Favela erbaut haben. Angefangen hatte die Idee als eine Art Rollenspiel, in dem die Kinder und Jugendlichen mit Hilfe ihres Morrinhos (kleiner Hügel), den Backstein-Modellen und Legostein-Alter-Egos dem brutalen und drogenverseuchten Alltag entfliehen konnten. Im Spiel konnten sie sich ihr Leben neu gestalten, so wie sie es sich vorstellten. Mittlerweile sind an dem Projekt über 20 Jugendliche beteiligt und folgen damit dem Beispiel der kreativen Gründer.
Die weltweite Aufmerksamkeit sowie daran angeknüpfte Aktionen (TV Morrinho, Tourismus Morrinho, …) haben bereits viel zur Verbesserung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung in der Region beisteuern können.

Spenden könnt ihr übrigens auch über die offizielle Webseite.

Mehr schöne Bilder von dem Hügel der Hoffnung findet ihr HIER